Sifu Andreas Götze Ausbilder Andreas Götze wurde am 25.02.1971 in Dortmund geboren.
Seine ersten sechs Lebensjahre verbrachte er mit seinen Eltern in Dortmund. In diesem Zeitraum blieb Sihing Andreas von jedweder Art von Kampfkünsten weitgehendst unbehelligt. Im Jahre 1977 ist er mit seinen Eltern nach Hessisch Oldendorf - Kreis Hameln-Pyrmont/Niedersachsen - verzogen. Seine Schullaufbahn begann dort im August 1977 mit dem Besuch der örtlichen Grundschule. Das Interesse von Sihing Andreas hingegen lag von Anfang an in der Ausübung einer Kampfsportart, was sicherlich auch in der allgemeinen Neigung kleiner Jungen sich zu raufen begründet war. Seine Begeisterung zum Erlernen einer Kampfsportart stand ganz im Gegensatz zur Einstellung seiner Eltern. Diese verbanden mit dem Begriff des Kampfsports lediglich die Vorstellung von gegenseitigen Prügeleien und Schlägereien. Da Sihing Andreas jedoch von der Idee des Erlernens einer Kampfsportart nicht mehr abzubringen war, einigten seine Eltern und er sich schließlich in einem gemeinsamen Kompromiß darauf, daß Sihing Andreas Judo erlernen sollte. Zufälligerweise war einer seiner Mitschüler - inzwischen besuchte er die zweite Klasse der Grundschule - ein begeisterter Judoka, so daß Sihing Andreas durch diesen den Zugang zum Judo fand und diesen Sport bis 1983 mit viel Freude betrieben hat. Gleichzeitig begann Sihing Andreas bereits zu diesem Zeitpunkt sich mit der Meditation auseinanderzusetzen, da ihn diese mentale Art der Entspannung schon immer sehr interessierte und ihm das Gefühl gab, immer ausgeglichen sein zu können.
Zwischenzeitlich zeigten auch die erwähnten Meditationsübungen ihre Wirkung, denn nach und nach wurde Sihing Andreas ruhiger und ausgeglichener. Leider mußte er jedoch feststellen, daß diese Entspannungstechniken in einer bedrohlichen Selbstvertei-digungssituation wenig hilfreich sind. Denn gerade in dieser Zeit mußte Sihing Andreas einige bittere Erfahrungen mit seinen Mitmenschen machen, die ihn aus unerfindlichen Gründen ständig belästigten und in diverse handgreifliche Auseinandersetzungen verwickelten. Diese Erlebnisse gehören für Sihing Andreas zu der Art von Erlebnissen, auf die er gern verzichtet hättet. Da seine erworbenen Judokenntnisse damals bereits einige Zeit zurücklagen und er zudem auch nicht sonderlich viel damit anfangen konnte, entschloß Sihing Andreas sich, diese wieder aufzufrischen.
Zu diesem Zeitpunkt entschied sich Sihing Andreas jedoch für Karate, da er - wie vormals beim Judo - durch einen Freund zu diesem Sport gelangte.
Ebenjener Freund betreibt heute noch mit Sihing Andreas zusammen mit gleicher Begeisterung Wing Tsun. Sihing Andreas widmete sich damals ausschließlich dem Karate. Da es seit Beginn der Ausübung von Karate im Jahr 1986 auch zu keiner der vorab erwähnten Belästigungen auf der Straße mehr gekommen war, fühlte er sich relativ sicher. Bis zu jenem Zeitpunkt im Jahr 1990, als Sihing Andreas eines besseren belehrt wurde. Bevor er sich bei einem plötzlichen und unerwarteten Angriff mit seinen Karatekenntnissen verteidigen konnte war es schon zu spät. Obwohl Sihing Andreas aus diesem unangenehmen Erlebnis keine ernsthaften Verletzungen davontrug, war ihm seit diesem Moment klar, daß auch Karate nicht die ultimative Selbstverteidigungstechnik darstellt und für ihn in Sachen Selbstverteidigung noch nicht das letzte Wort gesprochen war. Sihing Andreas blieb also weiter auf der Suche.
Im Sommer 1990 gelangte er über seinen damaligen Karatetrainer in den Besitz des Buches "Vom Zweikampf" von Keith Ronald Kernspecht, welches Sihing Andreas mit Begeisterung verschlang und somit das erste Mal theoretisch mit dem Wing Tsun System in Berührung kam. Einige Zeit später erfuhr er von einer WT Vorführung durch Sifu Turan Ataseven in Minden. Bei dieser Vorführung konnte Sihing Andreas erstmalig die Praxis des zuvor im Buch dargestellten Systems erleben. Nach dieser Vorführung war er durch die praktische Demonstration zweifelsfrei noch begeisterter als vorher durch die Theorie. In einem Gespräch mit Sifu Turan Ataseven erfuhr Sihing Andreas, daß Sifu Turan in nicht allzu langer Zeit beabsichtigte auch eine Wing Tsun Schule in Hameln zu eröffnen. Kurze Zeit später war es dann soweit und Sihing Andreas hat dort zum zweiten Male eine WT Vorführung bewundern dürfen. Auch diese Vorführung hat ihn erneut restlos begeistert, so daß er noch Ende des Jahres 1990 mit dem Erlernen des WT Systems begonnen hat. Sein erster und damaliger Sihing war Gilbert Boutoumou; seit Beginn der Ausbildung bei ihm ist Sihing Andreas bis heute begeisterter Wing Tsun Anhänger geblieben.
Nach zwei Jahren in denen er sowohl das Karate als auch das WT Training parallel absolvierte, stellte Sihing Andreas 1992 fest, daß ihn die bis dato antrainierten WT-Reflexe bei der Karate-Ausübung zu stark irritierten und sich beide Trainingsmethoden widersprachen. Als Konsequenz zog Sihing Andreas für sich daraus den Schluß, das Karatetraining zu beenden und sich ab sofort voll und ganz auf Wing Tsun zu konzentrieren.
1993 begann Sihing Andreas die Berufsausbildung bei seinem heutigen Sifu Turan Ataseven. Nun war es erst richtig um ihn geschehen - seine Begeisterung für WT kannte keine Grenzen mehr, denn es faszinierte Sihing Andreas immer mehr. Endlich stand auch einem umfangreicheren Training nichts mehr entgegen. 1994 bestand Sihing Andreas dann die Prüfung zum Übungsleiter und hatte nunmehr die Erlaubnis zu unterrichten. Diese nahm Sihing Andreas auch sofort wahr, denn er übernahm ab diesem Zeitpunkt das WT Training für Sifu Turan Ataseven in dessen Schule in Hessisch Oldendorf zusammen mit jenem Freund, durch den er auch vor Jahren zum Karate gelangte und mit dem ihn auch heute noch die gemeinsame Begeisterung für Wing Tsun verbindet.
Im Mai 1994 nahm Sihing Andreas mit 16 anderen WT-Anhänger unter der Leitung und Organisation von Sifu Turan Ataseven an einen 14-tägigen Intensivlehrgang in Alanya/Türkei teil, wo auch ein nationaler türkischer Fernsehsender sich die Kampfkünstler-Gruppe nicht entgehen ließ. In einem Satz zusammengefaßt: Sifu Turan hat dafür gesorgt, daß die Reise ein toller Erfolg wurde. Im Rahmen dieses Intensiv-Lehrganges legte Sihing Andreas außerdem die 11. Schülerprüfung ab.
Ende des Jahres 1994 hat Sihing Andreas dann die Prüfung zum 12. Schülergrad erfolgreich abgelegt und im Januar 1997 die Prüfung zum ersten TG bestanden. Seit 1995 hat er zusammen mit Sije Simone Waltemathe und Sihing Andreas Kelch die Leitung der WT-Schule in Hameln übernommen.
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